Zuckerrübenmelasse – Analyse
Melasse fällt bei unterschiedlichen Verarbeitungsprozessen bzw. der Anwendung unterschiedlicher Technologien an:
- Steffen-Verfahren
- Quentin-Verfahren
- Magox-Verfahren
- Ionenausschluss-Trennverfahren ( Entzuckerung von Melasse )
- Raffination von Rohzucker
Quentin-Verfahren: über Ionenaustausch wird das im Rübensaft enthaltene Kalium und Natrium durch Magnesium ersetzt. So ergibt sich eine höhere Kristallisationsrate der Saccharose. Die Melasse weist dementsprechend dann bis zu 5% weniger Zucker auf. Außerdem ist der Kalium- und Natriumgehalt vergleichsweise niedriger und natürlich der Magnesiumgehalt höher, als bei herkömmlicher Zuckerrübenmelasse.
Das Steffen-Verfahren ist eine chemisches Verfahren. Die in der Zuckerrübenmelasse befindliche Saccharose wird als eine Kalziumzusammensetzung abgeschieden und später wieder dem Haupotkristallisationsprozess zugefügt. Übrig bleibt das sogenannte „Steffen-Filtrat“. Dieses wird durch Verdampfung eingedickt.
Magox-Verfahren: wird teilweise in Großbritannien angewandt. Die anfallende Melasse zeichnet sich ebenfalls durch einen geringeren Zuckergehalt aus. Auch bei dieser Methode enthält die Melasse mehr Magnesium. Der pH-Wert ist reduziert und die Viskosität höher.
Raffinationsmelassen entstehen bei der Raffination von Rohzucker. Das Handelsvolumen mit derartigen Melassen ist in Europa allerdings sehr gering, da es nicht viele Standorte gibt, an den Rohzucker raffiniert wird und die Versorgung aus dem Ausland limitiert ist.
Das Inonen-Ausschlussverfahren findet insbesondere Anwendung in den USA.
Das Verarbeitungsverfahren bestimmt sowohl den Grad des Melasseanfalls, als auch die Qualität der anfallenden Melasse.





