Melassenanalyse
Die Hauptkriterien, nach denen Melasse gehandelt und dementsprechend untersucht wird, sind der Zuckergehalt und die Feuchtigkeit.
Der Zucker in der Melasse setzt sich im Prinzip aus der Saccharose und dem Invertzucker, auch reduzierender Zucker genannt, zusammen.
Alles darüber hinaus verbleibende sind organischen Nicht-Zuckersubstanzen, andere nicht-organische Substanzen sowie Wasser.
Für Zuckergehalt und Feuchtigkeitsbestimmung gibt es diverse Untersuchungsmethoden:
Zucker
Zucker enthält Saccharose und Invertzucker. Beides wird separat analysiert. Es existieren unterschiedliche Darstellungsweisen des analysierten Zuckergehaltes wie z.B.
1 Gesamtzucker ( Saccharose plus Invertzucker )
2 Gesamtzucker als Invertzucker berechnet
3 Gesamtzucker als Saccharose berechnet
4 Polarisation (=Saccharose)
Im internationalen Zuckerrohrhandel findet zumeist die „Lane Eynon“ - Methode Anwendung, wohingegen in Deutschland Rohr- und Rübenmelasse im Mischfutterbereich nach der Methode Fehling und die originale Zuckerrübenmelasse für die technische Industrie nach Polarisation analysiert wird.
Feuchtigkeit
Um die Trockensubstanz bzw. Feuchtigkeit zu erfassen gibt es auch verschiedene Methoden:
1 refraktometrisch (Lichtbrechungsverfahren)
2 Trocknung auf Sand bei 60° im Vakuumschrank
In Deutschland wird der Feuchtigkeitsgehalt der Zuckerrohrmelasse mit dem Refraktometer ermittelt, in Holland und Dänemark ist die gängige Methode 'Trocknung auf Sand'.
Analysemethoden
Folgende Analysemethoden finden i.d.R. im Handel mit Melasse Anwendung:
1 Gesamtzucker nach Fehling (Saccharose plus Invertzucker)
2 Zuckerpolarisation (Saccharose)
3 Invertzucker
4 Gesamtzucker nach 'Lane Eynon'
5 Gesamtzucker nach Luff-Schorl (ist gleichzeitig auch EU Methode)
6 Feuchtigkeit refraktometrisch
7 Feuchtigkeit durch Trocknung auf Sand im Vakuum bei 60°






